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Der Graue Wolf - eine wahre Geschichte aus dem saarländischen Bergbau

Der Graue Wolf

Sie nannten ihn den grauen Wolf

Mein Schwiegervater war Grubenbetriebsführer im Bergwerk Reden. Aufgrund seiner schon in jungen Jahren grauen Haaren hatte man ihm den Spitznamen "Grauer Wolf" gegeben.

Eines Tages, so gegen 16:00 kam ein Bergmann ins Büro des Betriebsführers und sagte: "Herr Betriebsführer, ich wollte mal fragen, ob ich zu Ihnen Grauer Wolf sagen darf?" Der Betriebsführer sagte: "Sie haben es ja schon gesagt; also ja, Sie dürfen." Daraufhin sagte der Bergman: "Grauer Wolf!"

Der Graue Wolf

Nach der Grubenfahrt

Der Betriebsführer wandte sich wieder seiner Arbeit zu, aber der Bergmann stand immer noch in seinem Büro. "Was ist denn noch?" fragte er. "Herr Betriebsführer, könnten Sie mir das schriftlich geben?" antwortete der Bergmann. "Wieso denn das?" fragte der Betriebsführer. "Die Sache ist so" sagte der Bergmann, "Wir sind von der (gestrigen) Nachtschicht und sitzen in der Kaffeeküche, und da haben wir gewettet, dass ich zu Ihnen Grauer Wolf sage."

Der Betriebsführer verstand Spass und fragte: "Was soll ich schreiben?" Da nahm der Bergmann einen vorbereiteten Zettel, auf dem stand:
"Hiermit bestätige ich, Grubenbetriebsführer J.B., dass der Bergmann A.B. am dd.mm.yyyy zu mir Grauer Wolf gesagt hat."
"Sie müssen nur hier unterschreiben" sagte der Bergmann. Der Betriebsführer unterschrieb und sagte " Jetzt aber raus, Glück Auf!". "Glück Auf" antwortete der Bergmann und verschwand.

Eine Woche später klopfte es wieder an der Tür zum Büro des Betriebsführers. "Herein!" Da stand der Bergmann wieder vor dem Betriebsführer und hatte einen Kasten Bier in der Hand: "Herr Betriebsführer, wir (damit meinte er den Betriebsführer und sich selbst) haben unsere Wette gewonnen, und das ist Ihr Anteil am Gewinn".

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