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Wikipedia: Arschleder
Das Arschleder zählte zur Kleidung des Bergmannes. Es diente als Schutz vor dem Durchwetzen des Hosenbodens bei der Arbeit sowie zum persönlichen Schutz gegen Bodennässe beim Sitzen.

Es brennt - aus dem saarländischen Bergbau

Wenn in der Grube "Es brennt" gerufen wird, dann steht nicht etwa ein Flöz in Flammen, nein, "Es brennt" bedeutet, dass jetzt gleich gesprengt wird. Es heißt deswegen "Es brennt", weil damit angedeutet werden soll, dass die Lunte brennt. Natürlich wird das heute elektrisch, und nicht mehr mit einer Lunte gemacht.

Nun zur Geschichte. Ein Steiger war zuckerkrank und deswegen immer müde. Ab und zu setzte er sich und schlief dann auch ein. Eines Tages setzte er sich an den Rand eines Haufens Kohlen, der weggeräumt werden sollte, und schlief ein. Der Steiger hatte ein Arschleder an, hatte es aber nur an der Hüfte befestigt (nicht an den Beinen), so dass es wie ein Schwalbenschwanz an ihm herunterhin. Als der Steiger sich hingesetzt hatte, hatte er sich nicht auf das Arschleder gesetzt; dieses lag also nach hinten weg auf den Kohlen.

Pause im Querschlag

Bergleute bei der Pause im Querschlag (mit freundlicher Genehmigung der RAG)

Die Bergleute, welche die Kohlen wegräumen sollten, taten das auch bis auf die Kohlen, auf denen der Steiger saß. Als sie fertig waren, stellten sie einen Stempel auf das Arschleder und verkeilten diesen fachmännisch, als sollte er das Gebirge abstützen. Danach gingen sie 30 Meter weiter und machten sich dunkel. Einer rief dann laut: "Es brennt! - Es brennt! ".

Der Steiger schreckte aus dem Schlaf und wollte aufspringen, was ihm aber nicht gelang, da ja sein Arschleder festgeklemmt war. Er bemerkte, dass alles dunkel war - also waren die anderen Bergleute schon weg und die Sprengung stand unmittelbar bevor. Er geriet in Panik und hatte Todesangst. Niemand war da, der ihm helfen konnte.

Die Bergleute ließen ihn noch etwas zappeln und befreiten ihn dann unter lautem Gelächter. Der Steiger aber hat "Es brennt" nie vergessen.

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