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Hilfsbereitschaft in Köln

Im November 2008 war ich zu einer Schulung in Köln. Mein Hotel war in Deutz an der Köln-Arena, die Schulung war beim TÜV-Rheinland Am Grauen Stein.

Nun musste ich am Abend zurück zum Hotel, nahm aber nicht den Bus. Gerade kam ein Taxi die Straße herunter und hielt an der Kreuzung; ich winkte und ging zu dem Taxi hin. "Zur Köln-Arena möchte ich" sagte ich zu dem Taxifahrer. Er erklärte mir, dass er eine Fahrt habe und dass er mich deswegen nicht fahren könne. Aber er könne mich zu der nächsten Straßenbahnhaltestelle mitnehmen. Dort würde alle paar Minuten eine Straßenbahn fahren, die vor der Köln-Arena halten würde. "Besser als nichts" dachte ich mir und stieg ein.

Der Taxifahrer war ein echter "Kölsche Jung", jedenfalls seinem Dialekt nach. Als wir an der Straßenbahnhaltestelle angekommen waren, frage ich ihn, was die Fahrt denn kosten würde. "Nichts" entgegnete er, "Das war umsonst, denn es war ja keine richtige Fahrt; ich habe Sie nur mitgenommen!" "Ja darf ich ihnen denn kein Geld geben?" fragte ich. "Nein" antwortete der Taxifahrer. "Aber ein Trinkgeld darf ich Ihnen geben?" "Ja, das können Sie" meinte er. So gab ich ihm einen Euro als Trinkgeld, welches er dankend annahm.

Es dauerte keine 5 Minuten, schon kam die Straßenbahn. Ein Ticket könne ich mir in der Straßenbahn an einem Automaten lösen, hatte mir eine Passantin erklärt. Ich stieg also ein, ging zu dem Automaten und stellte dann fest, dass das Ticket 1,50 Euro kostete. Ich hatte aber nur noch 89 Cent und dann noch einen 50-Euro-Schein. Dafür war aber der Automat nicht ausgelegt.

So fragte ich laut "Kann mir jemand 50 Euro wechseln?" Viele Passagiere kramten in ihren Geldbörsen, aber ich hörte nur "Nein, leider nicht". So stand ich hilflos vor dem Automaten. Da sagte plötzlich eine junge Frau, vielleicht war sie 18 Jahre alt: "Hier haben Sie 2 Euro, wir können Sie ja nicht schwarz fahren lassen!" Ich war nur verblüfft. "Nun nehmen Sie schon" forderte sie mich auf. So nahm ich das Geld, bedankte mich vielmals und löste mir ein Ticket. Ich gab ihr dann noch mein ganzes Kleingeld, um ihren Verlust zu schmälern.

So viel Hilfsbereitschaft innerhalb so kurzer Zeit ist schon außergewöhnlich. Erst der Taxifahrer, der mich umsonst mitnimmt, und dann die junge Frau, die mir Geld schenkt. Das muss doch an den Kölsche liegen!

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