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Wann haben wir zum letzten Mal unsere Instandhaltung zu Problemen an den Prozessen gefragt?

Prozessfähigkeit

Statistische Prozessregelung und damit auch Prozessfähigkeit sind in der Literatur und im Internet mehr als ausreichend beschrieben und diskutiert. Warum also hier ein Artikel zu Prozessfähigkeit? Es geht darum, ein einfaches Werkzeug zu haben, wenn ein Anlauf an einem neuen Standort stattfindet.

Die Situation ist ganz einfach: wir sind mitten im Aufbau eines neuen Werkes. Die ersten Produkte werden gerade aufgebaut, da will der Kunde im Rahmen der Erstbemusterung auch Prozessfähigkeiten. Auch wir sind daran stark interessiert; schließlich wollen wir ja wissen, was aus unseren im Aufbau befindlichen Prozessen herauskommt. Niemand hat in dieser heißen Phase Zeit, sich um ein CAQ-System mit Auswahl, Implementierung und Schulungen zu kümmern. Wir brauchen jetzt und sofort Prozessfähigkeiten.

Für genau diesen Fall habe ich ein Excel-Blatt erstellt, welches ich im folgenden diskutieren will.

Process Capability

In der Grafik können die Daten, obere und untere Toleranzgrenze, obere und untere Eingriffsgrenze, und Nominalwert angezeigt werden. Damit ist auch visuell eine Bewertung der Lage, der Streuung und des Trends möglich. Die Abkürzugen sind:

In der Tabelle können in der Zeile "Measurement" bis zu 30 Messwerte eingetragen werden. Ich denke, dass mit geringen Excel-Kenntnissen die Tabelle auch auf mehr werte erweitert werden kann. Die gelben Bereiche sind für Dateneingaben nicht vorgesehen. Achtung: die dort vorhandenen Verknüpfungen dürfen nicht überschrieben werden!

In der Zeile "Date" kann das Datum eingetragen werden. Die Zellen können aber auch leer bleiben. Optional kann auch eine weitere Teile-Identifikation in der Zeile "Part-ID" angegeben werden. Das betroffene Produkt oder die betroffene Komponente wird bei "Component measured" eingetragen; das Prüfmerkmal wird bei "Parameter measured" eingetragen.

Die Eingriffsgrenzen können bei "LCL" und "UCL" eingetragen werden. Bleiben diese Zellen leer, so werden in der Grafik ie Eingriffsgrenzen nicht angezeigt.

Die Toleranzgrenzen können bei "LSL" und "USL" eingetragen werden. Bei leeren Zellen werden auch hier die Toleranzgrenzen in der Grafik nicht angezeigt. Cpk und Cp können nur berechnet werden, wenn beide Toleranzgrenzen angegeben sind. Fehlt z.B. die obere Toleranzgrenze, was bei Toleranzen wie "min. 10" durchaus sinnvoll ist, so wird ein Cpl berechnet, der sich nur auf die Lage der Messwerte relativ zu der unteren Toleranzgrenze bezieht. Die Formel dafür ist:

Cpl = (Mittelwert - kleinster Wert + Range) / (3 * Standardabweichung)

Entsprechend ist die Formel für Cpu

Cpu = (Größter Wert + Range - Mittelwert) / (3 * Standardabweichung)

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